Systemrechtfertigung – Warum manche Systeme sich selbst schützen (Preview)

 

Wenn stille Zustimmung Veränderung verhindert: Die unterschätzte Psychologie festgefahrener Strukturen

Ein Beitrag von Andreas Steffen und Max Happel
(Vorschau)

 
 

Warum verteidigen Menschen Systeme selbst dann, wenn diese offensichtlich an ihre Grenzen stoßen – oder notwendige Veränderung blockieren?

 

Die Forschung kennt dafür einen präzisen Begriff:

Systemrechtfertigung.


Dieser Effekt erklärt, warum Kritik abgewehrt, Routinen verteidigt und Veränderungsimpulse delegitimiert werden – nicht aus Bosheit oder mangelnder Einsicht, sondern aus einem tiefen menschlichen Bedürfnis nach Sicherheit, Ordnung und Zugehörigkeit.

Besonders wirksam wird dieser Mechanismus in bestimmten organisationalen Kontexten: dort, wo Komplexität hoch ist, Verantwortung verteilt wird und Stabilität als hoher oder sogar höchster Wert an sich gilt.

Kernidee der Systemrechtfertigung

Menschen haben ein psychologisches und neurobiologisches Grundbedürfnis, das bestehende soziale, politische oder organisationale System, in dem sie leben oder arbeiten,

  • als legitim,

  • gerecht,

  • notwendig

  • und alternativlos

wahrzunehmen – selbst dann, wenn dieses System ihnen objektiv schadet.

Doch das muss nicht so bleiben, wenn dadurch wichtige Veränderungen blockiert werden.

Steffen & Happel zeigen,

  • wie Systemrechtfertigung entsteht,

  • warum sie sich in bestimmten Organisationen besonders verfestigt,

  • und unter welchen Bedingungen Wandel dennoch gelingen kann – ohne das System frontal anzugreifen oder zu delegitimieren.


➡️ Ein analytischer Blick auf ein oft übersehenes, aber hochwirksames Transformationshindernis.


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